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4.8 Der Fäule auf der Spur – der Rotfinder, eine Möglichkeit zur Erkennung von Holzfäulen im Innern stehender Bäume (GEFFA- gefördertes Projekt)

Zellulose oder Lignin zersetzende Pilze sind für das Ökosystem Wald und die Mobilisierung von Nährstoffen von wesentlicher Bedeutung. Die ökonomischen Schäden, welche Weiß- und Braunfäule jährlich allerdings in deutschen Wäldern verursachen gehen in die Millionen Euro und führen zu erheblichen Verluste auf Seiten der Waldbesitzer. Ein Ausweg aus der geschilderten Problematik könnte der von schwedischen Ingenieuren entwickelte ROTFINDER sein.

Die Fäulen stellen damit langfristig Sturm- und Borkenkäferkatastrophen finanziell weit in das Abseits. Im Gegensatz zu letzteren finden sie jedoch aufgrund ihres verborgenen Daseins im Innern der Stämme keine große öffentliche Wahrnehmung. Wenngleich dem Waldbesitz die ökonomische Dimension des Problems auch nicht entgeht, so sind jedoch die Möglichkeiten der Erkennung stammbürtiger Fäule stark eingeschränkt.

Alle bisherigen Verfahren zur Erkennung stammbürtiger Fäule basieren auf den bereits im städtischen Grün angewandten tomografischen Verfahren. Diese sind zwar äußert präzise, für die forstliche Praxis aufgrund des Zeit- und Kostenaufwandes in keiner Weise praktikabel.

Neben den unmittelbaren Wertverlusten infolge Fäule, stellt die durch den Waldbesitz zu gewährleistende Verkehrssicherungspflicht entlang öffentlicher Verkehrswege, ein seit Jahren ungelöstes, aber nicht minder brisantes Problem dar. Das Unvermögen einer inneren Vitalitätsansprache resultiert immer wieder in unerkannten Risikobäumen und nachfolgenden teilweise tragischen Unfällen.

Einen Ausweg aus der geschilderten Problematik könnte der von schwedischen Ingenieuren entwickelte ROTFINDER aufzeigen. Das Gerät ermöglicht unter Einhaltung kurzer Messzyklen stammbürtige Fäule zu erkennen.

Mittlerweile gelang es den Entwicklern das Gerät, welches zunächst nur für den in Schweden auftretenden Wurzelschwammes (Heterobasidion anosum) geeignet war, so zu modifizieren, dass der in Mitteleuropa ebenfalls Rotfäule verursachende Blutenden Schichtpilz (Stereum sanguilentum) erkannt werden kann.  Damit bietet der sog. ROTFINDER erstmals die Möglichkeit, die als Rotfäule (spezielle Form einer Weißfäule) an der Fichte in Mitteleuropa auftretenden und unter allen Holzfäulen bedeutsamsten beiden pilzlichen Holzzerstörer an der Fichte zu erkennen.

Nicht nur bzgl. der Funktionalität, sondern auch im Einsatz unter wiedrigen Bedingungen erwies sich der Rotfinder (Beregnungsversuch) als praxistauglich

Das Exkursionsbild stellen vor:

Opens external link in new windowFachhochschule Erfurt
Postfach 45 01 55
99051 Erfurt

Rotfinder SA
Frans Linander
Opens external link in new windowwww.rotfinder.se

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Frank Bohlander
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