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Plätzeweise Bodenbearbeitung und Pflanzung von Containerpflanzen mit multifunktionalem Pflanzaggregat an Baggerausleger (in Praxiseinführung)

Sowohl die Entwicklung neuer Verfahren und damit einhergehend neuer Technologien als auch deren Verweilzeiten in der Praxis haben sich im Vergleich zu früheren Zeiten verkürzt. Diesem Umstand trägt das KWF Rechnung. Auf der diesjährigen Fachexkursion der 15. KWF-Tagung wird von dem bisherigen Vorsatz abgewichen, nur "bewährte" Verfahren zu präsentieren.
Es wird hier ein Verfahren vorgestellt, das die "Feuertaufe der Praxisbewährung" zwar noch nicht bestanden hat, dem jedoch von mehreren neutralen Fachleuten der forsttechnischen Praxis sehr gute Chancen hierauf eingeräumt werden. Es soll den Fachbesuchern mit dieser Entscheidung ermöglicht werden, auch brandneue Verfahrenstechnik quasi "in der Bewährungsphase" kennenzulernen und der Aktualität der Verfahrensinnovation Rechnung getragen werden. Das KWF geht mit dieser Entscheidung einen neuen Weg und hofft, hiermit den Interessen der Fachbesucher entgegengekommen zu sein.

Verfahrensbeschreibung

  • Für die Verbesserung der Anwuchs- und Entwicklungsbedingungen bei Pflanzungen auf bestimmten Standorten ist eine Bodenbearbeitung notwendig. Sowohl die Bodenstruktur als auch der Nährstoff-, Wasser- und Wärmehaushalt können hierdurch positiv beeinflusst werden (Burschel und Huss, 1997). Bei den bisher etablierten Verfahren zur Pflanzplatzvorbereitung ist dafür jedoch eine nahezu flächige Befahrung notwendig. Außerdem muss die Bodenbearbeitung und die nachfolgende Pflanzung in zwei getrennten Arbeitsschritten vollzogen werden.
  • Das vorgestellte Verfahren ermöglicht sowohl eine plätzeweise Bodenbearbeitung als auch die Pflanzung von Containerpflanzen in nur einem Arbeitsschritt mit einer einzigen Maschine.
  • Das Pflanzaggregat hat ein Fassungsvermögen von bis zu 88 Containerpflanzen mit einer Höhe von bis zu 40 cm und kann an den Auslegern von Baggern oder Kranvollerntern montiert werden. Durch den Anbau an einen Ausleger können auf der gesamten Fläche Pflanzplätze angelegt und Containerpflanzen gepflanzt werden, ohne dass eine flächige Befahrung dafür notwendig ist.
  • Containerpflanzen haben gegenüber wurzelnackten Pflanzen den Vorteil, dass sie weit weniger empfindlich gegenüber Austrocknung sind und der so genannte „Pflanzschock“ weniger stark auftritt. Früheren Problemen wie beispielsweise der Gefahr von Wurzeldeformationen und dem so genannten „Blumentopfeffekt“ wird mit neuen Container-Modellen begegnet. Untersuchungen hierzu werden zurzeit unter anderem durch die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt in Zusammenarbeit mit der Abteilung Waldbau und Waldökologie der Georg-August-Universität Göttingen durchgeführt.

Das Exkursionsbild stellt vor:

Opens external link in new windowAfL Niedersachsen e. V.
(Arbeitsgemeinschaft forstwirtschaftlicher Lohnunternehmer)

Ansprechpartner:

Arne Sengpiel
Telefon: 0551 393575
Mobil: 0176 24306971
E-Mail: Opens window for sending emailasengpi (at) gwdg.de