Sowohl die Entwicklung neuer Verfahren und damit einhergehend neuer Technologien als auch deren Verweilzeiten in der Praxis haben sich im Vergleich zu früheren Zeiten verkürzt. Diesem Umstand trägt das KWF Rechnung. Auf der diesjährigen Fachexkursion der 15. KWF-Tagung wird von dem bisherigen Vorsatz abgewichen, nur "bewährte" Verfahren zu präsentieren.
Es wird hier ein Verfahren vorgestellt, das die "Feuertaufe der Praxisbewährung" zwar noch nicht bestanden hat, dem jedoch von mehreren neutralen Fachleuten der forsttechnischen Praxis sehr gute Chancen hierauf eingeräumt werden. Es soll den Fachbesuchern mit dieser Entscheidung ermöglicht werden, auch brandneue Verfahrenstechnik quasi "in der Bewährungsphase" kennenzulernen und der Aktualität der Verfahrensinnovation Rechnung getragen werden. Das KWF geht mit dieser Entscheidung einen neuen Weg und hofft, hiermit den Interessen der Fachbesucher entgegengekommen zu sein.
Verfahren:
Im Zuge von Wiederbewaldungsmaßnahmen insbesondere der Schadflächen nach dem Sturmereignis Kyrill stellen sich gerade in den maschinell schlecht befahrbaren Hanglagen Fragen zu möglicher technischer Unterstützung der Waldarbeiter.
Flächenräumungen von Reisig, Restholz und zum Teil Wurzelteller und auch Bodenvorarbeiten zur Erhöhung des Wuchsvorsprunges gegenüber Konkurrenzvegetation u. ä. müssen bewältigt werden.
Der Rotree-Platz-Grubber wird zur Vorbereitung von Pflanzplätzen eingesetzt. Dabei wird das Aggregat an einem Kettenbagger befestigt, der sich ausschließlich auf einem festgelegten Gassennetz bewegt. Mit dem Ausleger des Kettenbaggers wird der Rotree-Platz-Grubber an den zu bearbeitenden Pflanzplatz bewegt. Dort erfolgt durch den Einsatz der rotierenden Grubberzinken die Auflockerung des Bodengefüges, aufliegendes Astmaterial wird beiseite geschoben und teilweise zerkleinert eingearbeitet.
Die Erfahrung und langjährige fachliche Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Aufforstung sehr viel besser, schneller und homogener gelingt, wenn sie in einem gut vorbereiteten Boden angelegt wird. Das heißt: nur wenn der Boden tiefgründig in einer krümeligen Struktur aufgelockert wird, findet die Pflanze durch freie Entfaltung der Wurzeln optimale Wachstumsbedingungen und wird ausreichend mit Wasser, Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.
Diese Bedingungen können entweder durch eine Pflanzstreifenmelioration mit PEIN-Plant- oder eine Pflanzplatzmelioration mit ROTREE-Maschinen hergestellt werden.
Vorteile:
ROTREE-Platz-Grubber
Der Rotree-Platz-Grubber ist ein patentgeschütztes Meliorationsaggregat am Kettenbagger für die Anlage von Pflanzplätzen. Das Aggregat wiegt knapp 1 Tonne und kann nach Anbau am 13 m langen Ausleger eines herkömmlichen 13 t Bagger eingesetzt werden. Durch seine langsam drehenden Scheibeneggen wird das Erdreich grobkörnig aufgelockert wird. Die Verlängerung der Grubberzinken ermöglicht variable Kultivierungstiefen zwischen 40 – 70 cm.
Der ROTREE-Platz-Grubber kultiviert nur die direkt zu bepflanzende Fläche und beeinflusst dadurch die Bodenstruktur der Fläche nur minimal. Durch die geringe Beeinflussung der Flächen und weil kein kontinuierlicher Pflugstreifen entsteht, hat der ROTREE-Platz-Grubber keinen negativen Einfluss auf die Drainage-Struktur der kultivierten Flächen.
Die ROTREE-Planzplätze ermöglichen Bäumen vom ersten Tag an die Chance zu einem maximalen Wurzelwachstum durch ein grob zerkrümeltes, lockeres Bodengefüge.
Das Exkursionsbild stellen vor:
Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt
Abt. 2 - Forsten, Naturschutz, Ländlicher Raum
Ref. 214 - Holzvermarktung, Waldbau, Waldarbeit
Telefon: 0361 37-99819
Fax: 0361 37-99809
Postanschrift: Postfach 90 03 65 in 99106 Erfurt
eMail: christiane.bach (at) tmlnu.thueringen.de
Internet: www.thueringen.de/tmlnu
www.thueringenforst.de
In Zusammenarbeit mit
· Thüringer Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei in Gotha,
Abteilung 2 Waldbau
Herr Arenhövel, Herr Möller
· Fachhochschule Erfurt, SG Forstwirtschaft und Ökosystemmanagement
Fachhochschule Erfurt
FB Landschaftsarchitektur, Gartenbau und Forst
Postfach: 450 155
99051 Erfurt
· Firma P&P Baumschulen GmbH, Am Stundenstein, 56337 Eitelborn
Dr. Andreas Winkelmann
Tel. +49 (0) 2620 944842; +49 (0) 2620 944842;
Fax +49 (0) 2620 944921
eMail: winkelmann (at) baumschule.de;
docforest (at) web.de;
www.baumschule.de
Ansprechpartner:
Klaus Möller
Telefon: 03621 225214
Mobil: 0160 8832716
E-Mail:
klaus.moeller@forst.thueringen.de