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Holzernte in strukturreichen Beständen

Holzernte in strukturreichen Beständen in befahrbaren Lagen - motormanuelles Fällen/Aufarbeiten; Rücken von Kurz-/Langholz mit Kranschlepper

Wie kann man in strukturreichen Beständen starkes Holz ernten? 

In Zukunft wird die Forstwirtschaft zunehmend folgende Bedingungen vorfinden

  • Starke und wertvolle Erntestämme
  • verschiedene Baumarten, darunter vor allem auch Laubholzarten
  • Zwischen- und Unterstand, der zu schonen ist
  • eingeschränkte Sicht in den Bestand und auf die Rückegassen.

Auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft ANW hat sich die Sektion Forsttechnik im Deutschen Verband forstlicher Forschungsanstalten mit dieser Frage beschäftigt. An der Arbeitsgruppe sind unter Leitung der TU Dresden (Prof. Erler) beteiligt die ANW Deutschland, die TU München, die FVA Freiburg, das LNUV Arnsberg und das KWF.

Im Ergebnis ist ein Verfahren entstanden, das als Exkursionsbild gezeigt wird. Es handelt sich um ein gelöstes Verfahren:

  • Eine Einschlagsgruppe fällt die Bäume in Richtung Gasse und formt sie zu Rohschäften aus. Anschließend legt sie die Sortentrennschnitte fest, lässt die Bäume aber noch ganz. Falls jedoch ein Baum über die Gasse gefallen ist, wird er an der Sortentrennstelle geteilt.
  • Eine Rückegruppe, bestehend aus 1 Rücker und 1 Einteiler, arbeitet wiederum im gelösten Verfahren:
    • Der Rücker sammelt an der Gasse die Stämme und Stammabschnitte, die er problemlos erreichen kann, und rückt sie an die Waldstraße. Falls ein Stamm außerhalb der Reichweite seines Krans liegt, seilt er ihn bei.
    • Der Einteiler geht hinter dem Rücker her und trennt  Stämme, die im Interesse der Bestandespfleglichkeit kurz gerückt werden sollen, an der Sortentrennstelle durch. Diese können im zweiten Durchgang vom Rücker gerückt werden.
    • Der Einteiler teilt die Rohschäfte an der Waldstraße ein, vermisst alle Sortenstücke und führt die Holzaufnahme durch.
    • Danach kann der Rücker die Stämme poltern.

Bei der Vorführung wird ein Rückeschlepper gezeigt, der 2007 im Rahmen des EU-Projektes ForstINNO entwickelt wurde: Der HSM 904 Z-6WD ist mit einem sehr starken Rückekran ausgestattet, der mit einem Doppelteleskop 7,2 Meter in den Bestand hineingreifen kann und 220 kNm hebt. Dank eines hierauf abgestimmten, starken Schwenkwerks kann er Massen bis zu 5 Tonnen zügig und zugleich schonungsvoll vorrücken und rücken.

Das Exkursionsbild stellt vor:

Opens external link in new windowSektion Forsttechnik im Deutschen Verband forstlicher Forschungsanstalten
Dresdner Straße 24
01735 Tharandt

Ansprechpartner:

Jörn Erler
Telefon: 035203-383-1394
Mobil: 0171-7741996
E-Mail: Opens window for sending emailerler@frsws10.forst.tu-dresden.de