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Hochmechanisierte Holzernte in befahrbaren Hanglagen (Übergangsgelände) mit Raupenkranvollernter und Hang-Tragschlepper

Der Einsatz von konventionellen Vollerntern und Forwardern in Hanglagen ist aufgrund der auftretenden Bodenschäden (fehlende Traktion der Radmaschinen) und der damit verbundenen Erosionsgefahr sowie aus Gründen der Arbeitssicherheit und der Ergonomie nicht zu empfehlen. Der Einsatz von Raupenvollerntern (z.B. Impex Königstiger) setzte auch in Hanglagen über 35% eine verstärkte Mechanisierung in Gang. Obwohl Raupenvollernter theoretisch kurzfristig Steigungen bis 70% bewältigen können, gibt es z.B. beim Überwinden von Böschungen oder bei Blocküberlagerung Grenzen (Gefahr des Abrutschens und Kippens, Stabilität der Maschine, Belastung des Fahrers). Wesentliche Einschränkung war zudem, dass bisher ein passendes Rückemittel für Hangneigungen zwischen 35 - 50% fehlte.

Spezielle Hangforwarder (z.B. Forcar FC 200 der Fa. Herzog) sollen diese Lücke schließen. Als Anpassung an die Arbeit am Hang sind diese Maschinen mit tiltbaren Kränen und Fahrersitzen, teilweise auch seitlich tiltbaren Rungenkörben, ausgestattet. Die wichtigste Zusatzausrüstung ist eine im Heck eingebaute Traktionswinde. Diese Winde dient nicht dazu, die Maschine im Hang „abzuseilen“. Einen solchen Einsatz muss man aus Gründen der Arbeitssicherheit ablehnen, da bei einem Seilriss akute Absturzgefahr besteht. Ein Einsatz ist daher auch nur bis zu einer durchschnittlichen Hangneigung von 50% möglich, da die Maschine bei einem Seilriss noch sicher zum Stehen kommen muss. Die (mit dem Fahrantrieb synchron) laufende Winde verbessert die Traktion des Forwarders beim Arbeiten im Hang. Die Maschine fährt auch bei voller Beladung ohne Schlupf hangaufwärts und lässt sich immer sicher manövrieren. Zum einen kann so die Ladekapazität auch am Hang ausgeschöpft werden, was sich produktiv auf die Leistung auswirkt. Der größte Vorteil ist aber die Vermeidung von Bodenschäden an der Rückegasse (entsprechende Einsatzbedingungen vorausgesetzt). Dies verhindert, dass die in Falllinie am Hang verlaufenen Rückegassen durch Starkregen erodiert werden.

Wesentliche Eckpunkte für einen wirtschaftlichen und bestandesschonenden Einsatz sind:

  • im Mittel 50% Hangneigung sowie Böschungen mit maximal 75% Neigung (Forwarder kann leer bis 100% befahren)
  • Gassenlänge mindestens 50 m und maximal 200 - 220 m
  • stark blocküberlagerte Bestände und Teerstraßen mit Raupenvollerntern nicht befahrbar
  • möglichst geradlinige Rückegassen in Falllinie ohne Querneigung (max. 15%)
  • oberseitige Ankerbäume zum Befestigen der Traktionswinde
  • Massenanfall mind. 50 Fm/ha (Reisigauflage, Leistung des Forwarders)
  • Begrenzung auf maximal 4 - 5 Sortimente (Sortieraufwand), Sortimentslängen unter 4m vermeiden (eingeschränkte Ladekapazität des Forwarders).

Der Maschinenbetrieb Schrofel (RP Freiburg, Abt. Forstdirektion) demonstriert die hochmechanisierte Aufarbeitung am Hang mit dem Maschinensystem Raupenvollernter Impex Königstiger und Hangforwarder Forcar FC 200.

Das Exkursionsbild stellt vor:

Maschinenbetrieb Schrofel Opens internal link in current window(RP Freiburg, Abt. Forstdirektion) 

Ansprechpartner:
Matthias Schmitt
Regierungspräsidium Freiburg Abteilung Forstdirektion
Bertoldstraße 43
79098 Freiburg i. Br.
Tel 0761-2081326
EMail: Opens window for sending emailMatthias.Schmitt@rpf.bwl.de