
Waldarbeit ist nach wie vor eine von hohen Unfallzahlen betroffene Tätigkeit. In den vergangenen Jahren aufgetretene schwere Arbeitsunfälle mit zum Teil tödlichem Ausgang zeigen, dass die generelle Vermeidung schwerer Unfälle trotz des hohen Ausbildungsstandes der Forstwirte und der Abschaffung des Akkordlohnes unmöglich erscheint.
Die Waldarbeit wird üblicherweise an häufig wechselnden Einsatzorten, abseits öffentlicher Verkehrswege ausgeübt. Dadurch ergeben sich gegenüber der Hilfeleistung durch Rettungsdienste bei Notfällen, die durch das öffentliche Straßennetz erreichbar sind, besondere Anforderungen.
Im Staatswald des Landes NRW wurde auf diese Anforderung durch die Bildung von 3-Personen-Arbeitsgruppen reagiert. Bei fehlender Sicht oder Rufverbindung zwischen den Mitgliedern der Arbeitsgruppe besteht dennoch die Gefahr, dass es zu Verzögerungen bei der Alarmierung der potenziellen Ersthelfer sowie der Rettungskräfte kommt, wenn ein Arbeitsunfall eingetreten ist.
Um die Alarmierung potenzieller Ersthelfer und ausgebildeter Rettungskräfte schnellstmöglich sicherzustellen sowie das Heranführen professioneller Hilfe zu beschleunigen, wurden die Waldarbeiter des Landesbetriebes Wald und Holz NRW mit speziellen Rettungsmobiltelefonen ausgestattet.
Die Rettungsmobiltelefone sind auf eine sogenannte „SOS-Plattform“ aufgeschaltet. Ziel der Aufschaltung auf die internetbasierte Kommunikationsplattform ist es, die zentrale Konfiguration der Notrufgeräte sowie die Steuerung und Historisierung der Eskalation bei Auslösung eines Alarmes zu ermöglichen.
Die Aufschaltung der Personennotrufgeräte auf die „SOS-Plattform“ bewirkt bei Auslösung eines Alarmes neben der Benachrichtigung der zuständigen Rettungsleitstelle die Information der potenziellen Ersthelfer (Rottenkollegen, Revierleiter und nahe Helfer), des Forstamtes (Kartenausschnitt per Fax) und der Leitenden Fachkraft für Arbeitssicherheit per SMS. Zusätzlich ist das „Hineinhören in den Unfallort“ möglich. So kann z. B. ein möglicher Fehlalarm identifiziert werden.
Nachfolgend können Ersthelfer und Rettungskräfte mit Unterstützung der Navigationsbasis für die Forst- und Holzwirtschaft an den Unfallort herangeführt werden.
Das Exkursionsbild stellen vor:
Landesbetrieb Wald und Holz NRW
Albrecht-Thaer-Straße 34
48147 Münster
Georg-August-Universität Göttingen
http://www.uni-goettingen.de/
Ansprechpartner:
Dieter Vetter
Telefon: 02931-805515
Mobil: 0171-5870087
E-Mail:
dieter.vetter@wald-und-holz.nrw.de