Das KWF organisiert wieder eine Busreise zur ELMIA WOOD in Schweden vom 02.06 bis 06.06./07.06. 2009.
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Die KWF-Tagung 2008 in Schmallenberg im Herzen des Sauerlandes hat mit neuen Rekordzahlen zu Besuchern und Ausstellern trotz schwieriger Rahmenbedingungen für viele positive Schlagzeilen gesorgt und die Position der Veranstaltung als eine der weltweit führenden internationalen Leitmessen für Forsttechnik eindrucksvoll bestätigt.
Diese erfreuliche Entwicklung birgt allerdings auch hohe organisatorische Risiken, zumal die Anforderungen an die Lage, Gliederung und Infrastruktur des Tagungsgeländes mit zunehmender Größe expotentiell steigen. Die Organisation wird dabei erheblich erschwert durch die in einem Waldgelände in Deutschland zwangsläufig bestehenden rechtlichen und sachlichen Restriktionen.
Vor diesem Hintergrund sind ein konstruktiver kritischer Rückblick und insbesondere die Betrachtung von Stärken aber auch Risiken des bestehenden Konzeptes ein wesentlicher Schritt in der Vorbereitung der nächsten großen KWF-Tagung 2012.

Die verkehrsmäßige Erreichbarkeit des Tagungsstandortes Schmallenberg für Besucher und Aussteller kritisierten 43 % der befragten Firmen. Das war das Vierfache gegenüber 2004 in Groß-Umstadt.
Ausschlaggebend für dieses Votum waren in erster Linie die Ferne zu den Autobahnanschlüssen und das für große Verkehrsströme nicht ausreichend ausgelegte Straßennetz des Hochsauerlandkreises.
Ein weiterer Kritikpunkt war die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und die für eine internationale Messe zu großen Entfernungen zu Flughäfen.
Gute Noten erhielt im Gegensatz dazu der gut organisierte und reibungslos laufende Großparkplatz von 15 Hektar direkt am Haupteingang des Messegeländes. Den Besuchern mussten nach der langen Anfahrt keine zusätzlichen längeren Wartezeiten zugemutet werden.
Deutliche Kritik äußerten die ausstellenden Firmen an der Organisation des Aufbaues. Hier gab es am letzten Aufbautag z. T. sehr lange Wartezeiten für die ankommenden Aussteller. Hauptursachen hierfür waren zum Einen eine in dieser Höhe noch nie dagewesene Anlieferspitze am letzten Tag - es wurden knapp 1000 Lieferfahrzeuge gezählt - sowie verkehrstechnische Restriktionen des Tagungsraumes.
So war z. B. die Kapazität der Kreisstraße zur LKW-Annahme dem Verkehrsandrang nicht gewachsen. Den zweiten Flaschenhals bildete das einspurige Verkehrsnetz innerhalb des Messegeländes.
Wieso kam es aber zu der genannten Anlieferungsspitze, obwohl alle Firmen bei ihren Ortsterminen, in mehreren technischen Anschreiben und auf den Internetseiten für Aussteller explizit auf die schwierigen Bedingungen am letzten Tag hingewiesen wurden? Eine wesentliche Ursache war die große Anzahl an neuen Ausstellern (Zuwachs 40 %) ohne größere Messeerfahrung bzw. ohne jede Erfahrung mit den Besonderheiten einer Messe im Wald. Für sie wird in Zukunft eine intensivere Unterstützung und Beratung bei der Messevorbereitung eingeplant.
Weitere Ordnungsmaßnahmen, wie beispielsweise die Einführung früherer verbindlicher Aufbauzeitfenster, müssen mit dem KWF-Firmenbeirat noch ausführlich beraten werden.
Trotz dieser nachvollziehbar schwierigen Bedingungen beim Aufbau, stellen die Firmen den Mitarbeitern des KWF ein sehr gutes Zeugnis aus. 83% fühlten sich gut betreut und lediglich 3% waren nicht zufrieden. Dieses positive Ergebnis freut uns natürlich besonders, spiegelt es doch das große Engagement jedes Einzelnen während dieser extrem belastenden Tage wider.
Ebenfalls sehr positiv beurteilten die Aussteller die Leistungen unserer Dienstleister auf dem Messegelände. Mit einer Ausnahme erreichten alle mit uns zusammenarbeitenden Unternehmen deutlich bessere Noten als 2004 in Groß-Umstadt. Die „nur“ identische Bewertung der Spedition ist vor dem Hintergrund der angesprochenen schwierigen Lage beim Aufbau ebenfalls bemerkenswert!
„Waren Sie mit Ihrem Standplatz zufrieden?“ beantworteten knapp 80 % der befragten Aussteller mit ja. Dieser Wert liegt 13% unter dem Votum von 2004. Hauptkritikpunkte der nicht zufriedenen Firmen waren die im Vergleich zu früher sehr genau und damit weniger großzügig gemessenen Standflächen sowie, insbesondere bei Neuausstellern, Probleme mit der Beschaffenheit der Standflächen auf gewachsenem Waldboden. Die schärfere Vermessung insbesondere der Standfronten ist eine zwangsläufi ge Folge der gewachsenen Größe der Veranstaltung, bei der mehr Firmen auf dem nicht erweiterbaren Rundkurs von 5,5 km Gesamtlänge zu platzieren waren. Um die angesprochenen Probleme von Neuausstellern mit den Standbedingungen im Wald zu minimieren, denken wir darüber nach, künftig die Wahrnehmung der jedem Aussteller vor der Messe zur Besprechung aller organisatorischen und technischen Einzelheiten angebotenen Ortstermine auf dem Messegelände als Bedingung für die Annahme der Anmeldung zu machen.
Große Zufriedenheit herrschte bei den befragten Firmen hinsichtlich des Besucherandranges. Lediglich 9% der Aussteller waren nicht zufrieden.
Dennoch liegt dieses positive Votum auf einem etwas tieferen Niveau als 2004. Angesichts eines Besucherzuwachses von 26 % war dies zunächst ein von uns nicht erwartetes Ergebnis. Verständlich wird es jedoch, wenn man den Besucherzuwachs von 26 % dem Ausstellerzuwachs von 40 % gegenüberstellt.
Die alles entscheidende Frage für jeden Aussteller aber lautet: „War die Veranstaltung für Ihr Unternehmen ein Erfolg?“ Und diese “ Gretchen-Frage beantworteten 93 % und damit exakt genauso viele wie 2004 mit ja! Dieses Ergebnis ist umso erfreulicher unter Berücksichtigung der Tatsache, dass bereits zum Zeitpunkt der KWF-Tagung die in der gesamten Wirtschaft nachlassende Investitionsbereitschaft zu spüren war. Von den befragten Firmen gaben 90% an, auch in vier Jahren wieder mitmachen zu wollen. Berücksichtigt man, dass unter den Ausstellern auch zahlreiche regionale Firmen, für die eine Teilnahme an einem weiter entfernten Standort wenig Sinn macht, vertreten waren, kann dieses Votum als eindrucksvolle breite Zustimmung für das bewährte Tagungskonzept und damit auch für die umgesetzte Grundidee einer praxisnahen Demo-Messe im Wald verstanden werden. Das KWF wird mit dem fachkundigen Rat der Vertreter seines Firmenbeirates alles daransetzen, auch die Forstmaschinen- und Neuheitenschau der 16. KWF-Tagung 2012 zur internationalen Leitveranstaltung und zum fachlichen Highlight der Branche zu machen und die große organisatorische und logistische Herausforderung an einem neuem Standort zu stemmen. Reiner Hofmann
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