4.4 Fokusthema: Walderschließung

4.4.5 Automatisierte Wegezustandserfassung

Im Fokus des Exkursionspunktes steht ein neues Instrument zur Waldwegezustandserfassung.

Die Erschließung des Waldes ist für jeden Forstbetrieb eine notwendige, aber teure (Dauer-)Investition. Durch Abnutzung und Erosion ist es insbesondere bei Forststraßen mit ungebundener Deckschicht nötig, diese stets in einem für die verschiedenen Ansprüche (Holztransport, Erholungssuchende etc.) entsprechenden Zustand zu halten. Daher steht hier der Wegeunterhalt im Vordergrund, der so kostengünstig und optimal wie möglich zu vollziehen ist. Um einen Überblick zu haben, ist hierzu ein kontinuierliches Monitoring der Waldwege sinnvoll.

Mit der hier vorgestellten Messlanze ist das Wegemonitoring denkbar einfach.

 

Zusammen mit den Partnern Wald und Holz NRW sowie ThüringenForst AöR wird die HAFL zeigen, in wie weit eine mit mehreren Ultraschall-, G-Sensoren, GPS, einem embedded PC sowie einem Kreiselkompass bestückte Messlanze (Abb. 1 und 3) die Wege digital erfassen kann. Das System, welches aus drei Bestandteilen (Lanze, Radsensoren (Abb. 2), Auswertesoftware) aufgebaut ist, ist so gestaltet, dass der Wegezustand (Schlaglöcher, Rillen, Fahrspuren etc.) während der üblichen Revierfahrten automatisch erfasst und anschließend im Büro aufbereitet werden kann.

 

Mit Hilfe der Auswertesoftware iFOS und forstbetrieblichen Vorgaben für Wegekategorien ist eine Zuordnung von Schadklassen zu Straßenabschnitten möglich. Auf Basis dessen kann der Unterhalt der Forststraßen nun gezielt geplant und durchgeführt werden.

 
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