Jungbestandspflege auf nadelholzreichen Sturmfolgeflächen

Darstellung der baden-württembergischen Behandlungsvarianten

Ausgangslage

In Folge des Sturms Lothar 1999 mussten in Baden-Württemberg rund 50.000 ha Sturmschadensflächen wiederbewaldet werden, davon allein rund 35.000 ha im Öffentlichen Wald.

Ein erheblicher Teil davon entfiel auf Fichte (Tanne-Buche)-Mischwälder. Naturverjüngung spielte dabei eine zentrale Rolle. Deren Pflege bildete mehrere Jahre einen Arbeitsschwerpunkt und verursachte aufgrund der großen Fläche erhebliche Aufwendungen.

Fragestellung

In diesem Kontext wurden insbesondere folgende Fragestellungen aufgearbeitet und geschult:

  • Benötigt eine durch Sturm freigestellte Fichte (Tanne, Buche)-Naturverjüngung Mischwuchsregulierung?
    und
  • Welche Jungbestandspflege ist in baumzahlreichen Fichte-Naturverjüngungen auf Sturmflächen sinnvoll und zielführend?
     

Das wird gezeigt

Das Exkursionsbild (bis 2009 unbehandelte Lothar-Sturmfläche von 1999) demonstriert zwei Pflegevarianten (angelegt 2009; Mittelhöhe 2,5 m) im Vergleich zu einer weiterhin unbehandelten Kontrollfläche:

  • Bei der Auskessel-Variante wurden durch einmaliges Auskesseln 250 Fichten bzw. gewünschte Mischbaumarten je Hektar im Radius 2,5 m (mittlerer Abstand 6 m) freigestellt.
  • Im Rahmen der schematischen Reduktion wurde auf rund 1.500 Fichten / Mischbaumarten je Hektar (mittlerer Abstand 2,5 - 3 m) reduziert.

Ziel ist es, Praktiker am Exkursionsbild über den aktuellen Kenntnisstand zu informieren, insbesondere auf Basis von Versuchsflächen der FVA. Außerdem sollen Hinweise gegeben werden zur operativen Umsetzung von Jungbestandspflegemaßnahmen in den Teilbereichen Situationsaufnahme und Bewertung, Planung, Vorbereitung und Durchführung. Beide Behandlungsvarianten sowie die Nullfläche ohne Pflege werden auf Musterflächen vorgestellt und bewertet.

Nullfläche (ohne Pflege)
Auskesselvariante (250 Fichten/ha, Radius 2,5 m)
Schematische Reduktion (auf 1.500 Fichten/ha)
 
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