Abtshagener Laubholzernteverfahren

Kombinierter Einsatz von Pferd und Tragrückeschlepper mit Bändern

Die Nutzungspotentiale der auf den mineralischen und organischen Nassstandorten der vorpommerschen Grundmoräne stockenden Laubwälder lassen sich nur dann nachhaltig erschließen, wenn bodenschonend vorgegangen wird, da die hydromorphen Standorte mit Forstmaschinen nicht permanent und nicht vollflächig befahren werden können.

Ziel: Boden- und Bestandesschonende Laubholzernte

  • Holzernte durch motormanuellen Einschlag verschiedener Laubbaumarten mit durchschnittlich 6 Kurzholzsortimenten.
  • Variabler Rückegassenabstand von mindestens 40 Metern zur Berücksichtigung mosaikartig wechselnder organischer und mineralischer Nassstandorte.
  • Pferdeeinsatz beim Vorrücken der Kurzholzsortimente aus den Zwischenfeldern und befahrsensiblen Problembereichen.
  • Rücken durch Tragschlepper mit Bändern (Street Rubbers). 

 

Vorteile

  • Rückepferde verursachen geringere Schadensbilder an Boden, verbleibendem Bestand und Naturverjüngung.
  • Vorsortierung und Mengenkonzentration wirken sich deutlich positiv auf die Gesamtproduktivität des Verfahrens aus.
  • Anzahl der Rückegassen und die Befahrung je Rückegasse werden minimiert.
  • Pferdeeinsatz erhöht die Spielräume für einen witterungsoptimalen Einsatz des Tragschleppers.

Fazit

 Der kombinierte Einsatz von Pferden und Tragschleppern vereinigt die technische Leistungsfähigkeit moderner Forstmaschinen mit der anerkannten Umweltfreundlichkeit des Pferdeeinsatzes. Das Abtshagener Laubholzernteverfahren (Kölner Verfahren) bietet einen Lösungsansatz für die bodenschonende Holzernte auf hydromorphen Standorten in strukturreichen Laubholzbeständen mit hoher Sortenvielfalt. 

 
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