Holzernte über Naturverjüngung erfolgreich organisieren

Das wird gezeigt

Die Holzernte im Laubstarkholz, insbesondere in naturnah bewirtschafteten Wäldern, stellt eine besondere Herausforderung dar. Starke Bäume mit großen, schweren Kronen sollen zielgerichtet und pfleglich gefällt werden. Schwierige Geländeverhältnisse sowie reichlich vorhandenes Totholz im Kronenraum stellen eine ständige Gefährdung dar. Die weitaus größte Problematik entsteht jedoch durch zumeist großflächig vorhandene dichte Naturverjüngung! Ständige Sturzgefahr, zu Boden gebogene Laubbäume mit hoher Spannung sowie massive Sichtbehinderung beeinträchtigen sämtliche Teilarbeiten vom Aufsuchen des Baumes bis zur Sortierung. Da die Blätter in aller Regel erst zum Ausgang des Winters abfallen, stellt übermannshohe Naturverjüngung in der Haupteinschlagsperiode einen undurchsichtigen Vorhang dar - der Gefahrbereich ist nicht einsehbar! Sicheres Arbeiten erfordert deshalb eine sorgfältige Hiebsvorbereitung und angepasste Arbeitsverfahren!

Der Beurteilung der „besonderen Gefährdungen“ kommt bei der Laubstarkholzernte besondere Bedeutung zu. Die daraus resultierenden Maßnahmen sind klar und eindeutig zu formulieren und finden Eingang in den schriftlichen Arbeitsauftrag.

Die im Exkursionsbild vorgestellten Maßnahmen der Arbeitsvorbereitung steigern wesentlich die Arbeitssicherheit bei der Holzernte über Naturverjüngung. Zudem werden Möglichkeiten zur Optimierung der Arbeitsverfahren aufgezeigt.

Fehlerfreie Orientierung und unmissverständliche Kommunikation verbessern die Einhaltung der Fällrichtung und reduzieren Fällungsschäden am verbleibenden Bestand. Der überschaubare Mehraufwand bei der Arbeitsvorbereitung wird durch klar strukturierte Arbeitsprozesse und Vermeidung von Störungen mehr als aufgewogen.

 
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