Der Rückweichplatz – meine Lebensversicherung

Das wird gezeigt

Herab fallende Äste und zurückschleudernde Baumteile führen bei der Fällarbeit im Laubstarkholz immer wieder zu Unfällen mit teilweise gravierenden Folgen. Eine in den Jahren 2008 - 2010 im Landesbetrieb Hessen-Forst durchgeführte Untersuchung zeigt das Risikopotenzial deutlich auf (Gerding/Reiter, FTI 7+8/2010). Demzufolge besteht in einer winterlichen Einschlagsperiode (ca. 500 Fällungen) bei rund 40 Bäumen für den Forstwirt die Gefahr, durch zurück geschleuderte Baumteile verletzt zu werden. Bei etwa jeder 5. Fällung bleiben abgebrochene Äste in den Kronen hängen und stellen eine potenzielle Gefahr dar.

Dem Besucher wird bildhaft aufgezeigt, in welchen Bereichen die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, bei Fällarbeiten von einem herab fallenden Ast/Baumteil getroffen zu werden. Dies dient der Sensibilisierung für die besonderen Gefährdungen bei der Laubstarkholzernte.

Wirksamste Maßnahme im Arbeitsschutz ist, den Menschen aus dem Gefahrbereich zu entfernen. Zum Schutz vor herab fallenden Ästen bei der Laubstarkholzernte ist deshalb Sorge zu tragen, dass mit der Fällarbeit beschäftigte Personen rechtzeitig und zügig auf einen geeigneten Rückweichplatz zurücktreten. Die sorgfältige Auswahl eines Rückweichplatzes in ausreichender Entfernung („Entfernung vor Richtung“) erhält herausragende Bedeutung!

Bei Beachtung der im Exkursionsbild vorgestellten organisatorischen Maßnahmen und Verhaltensregeln kann die Gefährdung erheblich verringert werden. Anhand von Beispielen (SUVA; ForstBW) werden Schulungskonzepte zur Umsetzung in der Praxis vorgestellt.

 
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