Containerpflanzung - Produktivität, Energieumsatz und Körperhaltung

Messprotokoll der Ergospirometrie

Umfassende Analysen zweier Containerpflanzverfahren im Vergleich zur Pflanzung wurzelnackter Sortimente

Die Bedeutung der künstlichen Bestandesbegründung ist in Deutschlands Wäldern auch in Zeiten allseits proklamierter Naturverjüngung nicht zu unterschätzen. Dabei werden trotz einiger Vorteile von Containerpflanzen hauptsächlich wurzelnackte Pflanzen verwendet. In Skandinavien, Süd-Ost-Asien und Kanada setzt man hingegen überwiegend Containerpflanzen ein. Neu entwickelte Containersysteme, die z.B. Wurzeldeformationen verhindern, machen dieses Sortiment nun auch für die deutsche Forstwirtschaft wieder interessanter.

Eine Studie an der Abteilung Arbeitswissenschaft und Verfahrenstechnologie (ifa) befasste sich mit der Pflanzung von Containerpflanzen mit dem Pflanzrohr „Pottiputki“, einem Hohlspaten der Firma „LIECO“ und dem Neheimer Verfahren für wurzelnackte Pflanzen. Die Produktivität dieser Verfahren wurde mit einer klassischen Arbeitszeitstudie festgestellt. Eine begleitende Ergospirometrie erfasste zudem den Energieverzehr des Probanden während der Arbeit und ermöglichte so eine belastbare Einschätzung der „Arbeitsschwere“. Für eine Zufalls-Stichprobe fanden darüber hinaus genauere Analysen bezüglich der Körperhaltung mit Hilfe der OWAS-Methode statt. Die im Rahmen der Studie erhobenen Daten ermöglichen somit fundierte Empfehlungen vergleichsweise gering beanspruchender sowie gleichzeitig produktiver manueller Pflanzverfahren.

Am Exkursionspunkt werden die verschiedenen Verfahren im Rahmen der Vorführungen präsentiert und die Ergebnisse der Studie vorgestellt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Erhebung der Ergospirometrie zur Beurteilung der Arbeitsschwere.

 
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